Geraubte jüdische Bücher – Julius Streichers Bibliothek

Lesefibel von Ilse Wertheimer
Lesefibel von Ilse Wertheimer. Diese hebräische Lesefibel befand sich über 60 Jahre lang in der aus jüdischem Besitz zusammengeraubten „Stürmer“-Bibliothek. Ende 2002 wurde der Band restituiert. (Repro: nurinst-archiv)

Im Rahmen eines Forschungsprojektes recherchiert das Nürnberger Institut für NS-Forschung die Entstehungsgeschichte sowie den Verbleib der sogenannten Stürmer-Bibliothek, die der Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts „Der Stürmer“, NSDAP-Gauleiter Julius Streicher, in ganz Europa vornehmlich aus jüdischem Besitz zusammengeraubt hatte. Bei Nachforschungen in diversen israelischen und amerikanischen Archiven konnten dabei unbekannte Dokumente der damaligen US-Besatzungsbehörden sowie jüdischer Interessenverbände eingesehen werden.

Nach der Niederschlagung des NS-Regimes entdeckten US-Soldaten im Redaktionsbüro „Geraubte jüdische Bücher – Julius Streichers Bibliothek“ weiterlesen

Antisemitismus in Franken während der Weimarer Republik

9783938286357
267 Seiten, 20 Abb. s/w
22 x 14 cm, Pb., 2009
ISBN 978-3-938286-35-7
ANTOGO Verlag

„Völkische Zeitungen und Versammlungsredner rühmen Nürnberg als Hochburg ihrer Bewegung. Sie haben leider recht. Schon das Straßenbild zeigt dies. Die bekannte Hitler-Uniform belebt die Verkehrswege. An allen Straßenecken wird die völkische Presse, häufig von Uniformierten, feilgeboten. Öffentliche Ankündigungen, nicht nur politischer, sondern auch gesellschaftlicher Veranstaltungen treiben mit dem Zusatz ‚Juden haben keinen Zutritt‘ dem jüdischen Deutschen, „Antisemitismus in Franken während der Weimarer Republik“ weiterlesen

Ausplünderung jüdischer Bürger durch NS-Finanzbehörden in Nürnberg

Julius und Hedwig Wertheimer
Julius und Hedwig Wertheimer (Repro: nurinst-archiv)

Über ein halbes Jahrhundert musste vergehen, bis die Verstrickungen des Nürnberger Fiskus in das NS-System öffentlich bekannt wurden. Erst nach Recherchen und Presseveröffentlichungen des Journalisten und Institut-Mitarbeiters Institutes Jim G. Tobias sah sich die bayerische „Ausplünderung jüdischer Bürger durch NS-Finanzbehörden in Nürnberg“ weiterlesen

Das Pogrom vom 25. März 1934 in Gunzenhausen

Ein Schulprojekt

3938286040g
61 Seiten, 3 Abb. s/w
22 x 14 cm, Broschüre, 2006
ISBN 978-3-938286-04-3
ANTOGO Verlag

Am Palmsonntag (25. März) 1934 war die Stadt Gunzenhausen Schauplatz von Gewalt gegen die jüdischen Einwohner. Ein banales Streitgespräch zwischen dem SA-Mann Kurt Bär und dem jüdischen Kaufmann Sigmund Rosenfelder stand am Anfang. Erste Höhepunkte waren die gewaltsame Entfernung des nicht-jüdischen Landwirts Leonhard Baumgärtner durch die SA aus der Wirtschaft Strauß – seit 1906 im Besitz des jüdischen Gastwirts und Metzgers Simon Strauß – bzw. die Jagd nach einem ehemaligen Mitglied des Reichsbanners, dem jüdischen Kaufmann Jakob „Das Pogrom vom 25. März 1934 in Gunzenhausen“ weiterlesen

“Ihr Gewissen war rein; sie haben es nie benutzt”

3938286016_g
53 Seiten, 1 Abb. s/w
22 x 14 cm, Broschüre, 2005
ISBN 978-3-938286-01-2
ANTOGO Verlag

Die Verbrechen der Polizeikompanie Nürnberg

Hefte zur Regionalgeschichte – Heft 1

Die Broschüre von Jim G. Tobias “Ihr Gewissen war rein; sie haben es nie benutzt” wurde im Auftrag des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. erstellt.

Die geheimen Notizen des K. Sakowicz

3980663663_g
140 Seiten, 3 Abb. s/w
22 x 14 cm, Pb., 2003
ISBN 978-3-9806636-6-3
ANTOGO Verlag

Dokumente zur Judenvernichtung in Ponary
Rachel Margolis / Jim G. Tobias (Hg.)

Das Buch Die geheimen Notizen des K. Sakowicz wurde im Auftrag des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts e.V. erstellt.

Die Übersetzung des Tagebuchs wurde durch die ERTOMIS-Stiftung, Wuppertal gefördert.

„Der Schwarze Mittwoch“ – Polizeikompanie Nürnberg vernichtet Kortelisy

Am Mittwoch, den 23. September 1942, zerstörten Angehörige der Polizeikompanie Nürnberg die ukrainische Gemeinde Kortelisy und ermordeten 2.875 Bewohner. Nur Wenige überlebten dieses Massaker. Die etwa hundert Mann starke Polizei-Truppe war in Brest-Litowsk stationiert und unterstand dem dortigen SS- und Polizeiführer.