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jetzt online – Destination: Down Under

Jüdische Immigration nach Australien 1946-51

Titelbild Neue Heimat Down Under
Das Buch zum Film beim ANTOGO-Verlag erhältlich!

Mit einem Team der Medienwerkstatt Franken reiste Jim G. Tobias 2009 nach Australien, um das hierzulande unbekannte Kapitel der jüdischen Immigration nach Down Under filmisch zu dokumentieren. Shoa-Überlebende berichten von ihrem Zwangsaufenthalt nach 1945 in den sogenannten Displaced-Persons (DP)-Camps und ihrer Reise in die neue Heimat.

Der Autor sprach mit ehemaligen DPs, die seit über 60 Jahren in Sydney und Melbourne eine neue Heimat gefunden haben, und recherchierte in australischen, israelischen sowie US-amerikanischen Archiven.
Weitere Informationen finden Sie hier

Das 10. Institutsjahrbuch ist erschienen

nurinst 2020

Buchtitel Jahrbuch nurinst 2020
159 Seiten, 18 Abb. s/w
22 x 14 cm, Pb.
ISBN 978-3-938286-56-2
ANTOGO Verlag

Beiträge zur deutschen und jüdischen Geschichte
Schwerpunktthema: Zeitenwende – neue Formen der Erinnerungs- und Gedenkkultur

Das 10. Jahrbuch des Nürnberger Instituts für NS-Forschung und jüdische Geschichte des  20. Jahrhunderts wird von Jim G. Tobias und Andrea Livnat herausgegeben.

Die Ära der Zeitzeugen geht dem Ende zu. Damit ist auch ein Wandel in der Erinnerungs- und Gedenkkultur verbunden. Historikerinnen und Historiker aus Deutschland, Österreich, Israel und den USA beschäftigen sich mit der Frage, wie die Erinnerung an die Shoa aber auch an den jüdischen Neubeginn in Deutschland wachgehalten werden kann?

Bayerisch Gmain und Prien

Jüdische Kinderlager im bayerischen Alpenvorland 1946-48

Kinder aus dem zentralen Auffanglager in Rosenheim fordern die frei Einreise nach Erez Israel (Foto: Beit Lochamei Hagetaot)
Kinder aus dem zentralen Auffanglager in Rosenheim fordern die frei Einreise nach Erez Israel (Foto: Beit Lochamei Hagetaot)

„Sie hatten nicht überlebt, sie existierten einfach länger als die Konzentrationslager,“ mit diesen Worten beschreibt der Historiker Lawrence Langer die allgemeine körperliche und mentale Verfassung der geretteten europäischen Juden. Unter den Überlebenden befanden sich auch Kinder und Jugendliche, die zum Teil schwer traumatisiert weiterlesen

„Stammerer School Geretsried“

Die jüdische Sonderschule für Gehörlose und Sprachbehinderte im DP-Camp Geretsried 1947–1948

Lehrer Isaak Szmulewicz erteilt Sprechunterricht (Foto: AJDC)

„Im Lager Geretsried haben wir ein interessantes Experiment in Angriff genommen“, notierte eine Mitarbeiterin der Jewish Relief Unit unter dem Betreff „Stottererschule“. „Jüdische DPs, die bedingt durch Kriegshandlungen oder ihren Aufenthalt in den Konzentrationslagern unter Artikulationsproblemen leiden“, erhalten ab Mai 1947 dort eine spezielle Förderung und therapeutische Behandlung.

Diese einzigartige Bildungseinrichtung stand nicht nur jüdischen Überlebenden mit Sprechproblemen offen, sondern auch weiterlesen

Das Internationale Kinderzentrum Aglasterhausen auf dem Schwarzacher Hof 1945–48

Ein sicheres Zuhause: das UNRRA Kinderlager auf dem Schwarzacher Hof (Foto: US National Archives and Records Administration – Public Domain)

Seit den 1930er Jahren betreut die Diakonie auf dem Schwarzacher Hof (LK Neckar-Odenwald) geistig und körperlich behinderte Menschen. Doch während des nationalsozialistischen Regimes wurden auch aus dieser beschützenden Anstalt über 200 Heimbewohner abgeholt und im Rahmen des verbrecherischen Euthanasie-Programms ermordet.

Offensichtlich aufgrund der Verstrickungen in das NS-Vernichtungsprogramm weiterlesen

Gemeinsame Projekt von haGalil mit nurinst:

Neue Heimat am Ende der Welt

70 Jahre Israel – Die Shoa-Überlebenden und die Entstehung des jüdischen Staates

80 Jahre Pogromnacht – Zeitzeugenberichte aus Nürnberg

Juden in Franken

Artikel des Nürnberger Instituts

Regelmäßig veröffentlichen wir in der Zeitung Jüdische Allgemeine Texte zu unseren Themen, hier einige Beispiele:

»Der letzte Ort, wo Juden leben sollten«

Im Nürnberger Valka-Lager feierten jüdische Displaced Persons im Jahr 1953 Pessach

»Ich hatte die Möglichkeit, das Valka-Lager in Nürnberg zu besuchen«, schrieb ein Sozialarbeiter der jüdisch-amerikanischen Hilfsorganisation Joint im Frühjahr 1953. Das Valka-Lager war zu diesem Zeitpunkt das größte noch existierende Lager für sogenannte Displaced Persons (DPs). »Weit über 3000 Menschen aus allen Nationen leben hier.« weiterlesen

Kofferpacken nach dem Exil

Vor 70 Jahren verließen jüdische Flüchtlinge Shanghai. Die Machtübernahme der Kommunisten zwang sie dazu

»Die chinesischen Kommunisten standen vor der Tür.« Lebhaft erinnerte sich der 2014 verstorbene Alf Schneider im Gespräch an das Frühjahr 1949. »Es hatte keinen Sinn mehr zu warten; jeder Ort auf der Welt wäre besser als Shanghai.« Adolf Schneider, genannt Alf, war 1926 als jüngster Sohn von Simon und Sally Schneider geboren worden. weiterlesen

Mit dem Rosinenbomber in die Freiheit

Vor 70 Jahren versorgten die Alliierten West-Berlin mit Lebensmitteln. Dass sie auf dem Rückweg DPs mitnahmen, ist kaum bekannt

»Ein silberglänzender Riese nach dem anderen hebt sich von der unübersehbaren Landefläche, auf der das Verfrachten von Menschenschicksalen, wenn auch ein Meisterwerk technischer Organisation, neben dem Ausladen gewaltiger Materialmengen fast zu verschwinden scheint«, schrieb das Jüdische Gemeindeblatt am 11. August 1948 im pathetisch-lyrischen Stil der Zeit über ein Ereignis, das als »Berliner Luftbrücke« in die Geschichtsbücher eingehen sollte. weiterlesen