nurinst 2026+1

Zum 25-jährigen Bestehen unseres Instituts erscheint unser Jahrbuch 2026+1 – diesmal auch elektronisch als open access – jedoch erst im Frühjahr 2027

Vorläufiges Inhaltsverzeichnis (Arbeitstitel)

  • Editorial
  • 100 Jahre Kaufhaus Schocken Nürnberg
    Ein jüdischer Unternehmer und seine Ideen für ein besseres Leben
    Alexander Schmidt
  • »Ich bin immer optimistisch«
    Zsuzsi Schindlers Lebensweg von Budapest über Wien in den Kibbuz Kfar Menachem
    Andrea Livnat
  • Der Versandhauskönig und der »Wäschejude« Joel
    Eine deutsche Erfolgsgeschichte zum Gruseln
    Steffen Radlmaier
  • The Litvak Journalist Marian Zyd and the surviving remnant Jews in postwar Germany
    Eliezer Trepman
  • Helmut Eschwege und das jüdische Gedächtnis der Bundesrepublik
    Martin Jander
  • Jüdische Child Survivor in der britischen Zone
    Verena Buser
  • Frühe Zeugen der Shoa
    Alexander Carstiuc
  • »Ponary war das Tor zur Hölle«
    Im Juni 1941 begann der Massenmord vor den Toren Wilnas
    Jim Tobias
  • »Wer, wenn nicht wir?«
    Zur Gründungsgeschichte der Deutsch-Israelischen Gesellschaft im Schatten der Shoa
    Martin Kloke
  • Alles eins?
    Zionismus in Deutschland aus einer jüdisch-weiblichen Perspektive
    Fabian Freiseis
  • Über Österreichs ersten NS-Bürgermeister 1932 und den Abriss der Synagoge 1978: Erinnerungskultur in Krems an der Donau von den Dreißigerjahren bis in die Gegenwart
    Max Dietrich
  • Ein Feature auf Umwegen
    Wenn ein Radio-Beitrag über Antisemitismus nicht genügt
    Janina Böck-Koroschitz
  • Die Vereinigung Jüdischer Hochschüler in Innsbruck 1948/49
    Nikolaus Hagen
  • Autorinnen und Autoren

Wir konnten folgende Unterstützer gewinnen:
neues Logo der Berthold Leibinger Stiftung

Geraubte jüdische Bücher – Julius Streichers Bibliothek

Lesefibel von Ilse Wertheimer
Lesefibel von Ilse Wertheimer. Diese hebräische Lesefibel befand sich über 60 Jahre lang in der aus jüdischem Besitz zusammengeraubten „Stürmer“-Bibliothek. Ende 2002 wurde der Band restituiert. (Repro: nurinst-archiv)

Im Rahmen eines Forschungsprojektes recherchiert das Nürnberger Institut für NS-Forschung die Entstehungsgeschichte sowie den Verbleib der sogenannten Stürmer-Bibliothek, die der Herausgeber des antisemitischen Hetzblatts „Der Stürmer“, NSDAP-Gauleiter Julius Streicher, in ganz Europa vornehmlich aus jüdischem Besitz zusammengeraubt hatte. Bei Nachforschungen in diversen israelischen und amerikanischen Archiven konnten dabei unbekannte Dokumente der damaligen US-Besatzungsbehörden sowie jüdischer Interessenverbände eingesehen werden.

Nach der Niederschlagung des NS-Regimes entdeckten US-Soldaten im Redaktionsbüro „Geraubte jüdische Bücher – Julius Streichers Bibliothek“ weiterlesen

Ausplünderung jüdischer Bürger durch NS-Finanzbehörden in Nürnberg

Julius und Hedwig Wertheimer
Julius und Hedwig Wertheimer (Repro: nurinst-archiv)

Über ein halbes Jahrhundert musste vergehen, bis die Verstrickungen des Nürnberger Fiskus in das NS-System öffentlich bekannt wurden. Erst nach Recherchen und Presseveröffentlichungen des Journalisten und Historikers Jim G. Tobias sah sich die bayerische „Ausplünderung jüdischer Bürger durch NS-Finanzbehörden in Nürnberg“ weiterlesen