In Zusammenarbeit mit der Caritas-Pirckheimer-Haus-Projektgruppe "Didaktik der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus" fand vom 14. bis 16. Juli 2003 ein Seminar zum Thema "Propaganda, Antisemitismus und Gewalt im Nationalsozialismus in Mittelfranken" statt:
- Erinnerungs- und Geschichtsort Nürnberg / Reichsparteitage / ehem. Reichsparteitagsgelände / Dokumentationszentrum
- Das "Palmsonntagspogrom" von Gunzenhausen (1934): Hintergründe, juristische Folgen, Erinnerung
- Umgang mit der Geschichte von Antisemitismus und Shoa (u. a. am Beispiel der Ausstellung "Faszination und Gewalt")
- Latenter und offener Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft der Gegenwart?
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Heike Scharf (Nürnberger Institut für NS-Forschung) leitete folgenden Seminarteil:
1. Das "Palmsonntagspogrom": Rekonstruktion der Ereignisse
(Quellenarbeit in Gruppen und Präsentation der Ergebnisse)
- Anhand von Zeugenaussagen aus dem Prozess von 1934 erarbeiten fünf Gruppen die verschiedenen Handlungsstränge des Pogroms
- Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse; die Geschehnisse werden auf einer großen Karte von Gunzenhausen verortet; die Glaubwürdigkeit der Aussagen wird hinterfragt; wo sind die Zusammenhänge zwischen den Einzelaktionen?
2. Der Prozess vor dem Landgericht Ansbach (1934)
Verlauf / Urteile und ihre Begründung / Deutungen des Pogroms / Außendarstellung
- Gruppenarbeit
Drei Gruppen erhalten den Text der Urteilsbegründung von 1934. Sie erarbeiten:
a) den Prozessverlauf
b) die verhängten Urteile und ihre Begründung (Zusatzdokument: Beschluss über die Aufhebung des Urteils gegen Karl Bär)
c) die im Prozess entwickelten Deutungen des Pogroms und die ideologischen Hintergründe dieser Deutungen
Eine vierte Gruppe befasst sich mit NSDAP-internen Berichten sowie Pressekommuniqués zum Prozess => Deutung, Haltung, Ideologie, Taktik
- Präsentation und Diskussion der Ergebnisse
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letzte Änderung: 04.09.2009 webmaster: atg-design
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Jahrhunderts e.V.
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