Leben nach Gottes Geboten – Jüdische Orthodoxie in Nürnberg

Seit mehr als zehn Jahren ist in der ehemaligen Stadt der Reichsparteitage, wieder eine orthodoxe jüdische Gemeinschaft zu Hause: die Synagoge der Chabad-Bewegung. Für die Mitglieder gestaltet sich das Leben nicht immer einfach, mit den vielen Ge- und Verboten. Neben der strikten Befolgung der Gebote steht die leidenschaftliche Diskussion und Interpretation der biblischen und talmudischen Schriften im Mittelpunkt. Die Chassiden zeichnen sich durch eine besondere Kleiderordnung sowie Frömmigkeit aus und begehen ihre Gottesdienste und Feiertage mit fröhlichen Tänzen und Gesängen.

Internetlexikon: www.talmud-thora.de

Auf unserer Internetseite www.talmud-thora.de werden in lexikalischer Form die religiösen Einrichtungen sowohl nach Art als auch nach Ort verzeichnet.

„Der Kampf um die Seelen“
Die Aktivitäten der jüdischen Orthodoxie in den DP-Camps am Beispiel der Vaad Hatzala

Mitglieder der Jeschiwa „Beth Meir“ in Bamberg (Repro: nurinst-archiv)
Mitglieder der Jeschiwa „Beth Meir“ in Bamberg (Repro: nurinst-archiv)

Obwohl in nahezu allen Displaced Persons (DP)-Lagern die orthodoxen Juden eine Minderheit bildeten, entwickelte sich schnell ein ausgeprägtes religiöses Leben innerhalb der jüdischen Nachkriegsgesellschaft. Großen Anteil daran hatte der Vaad „Internetlexikon: www.talmud-thora.de“ weiterlesen

Internetlexikon in deutsch/englisch:
www.after-the-shoah.org

Jacob Hennenberg am Lenker des Traktors in Kibbuz Nili, Pleikershof (Repro: nurinst-archiv)

Unser Projekt „after-the-shoah.org“
ist eine Website, die, wie ein Lexikon, Informationen über alle DP-Camps und Communities in der US Zone nach 1945 sammelt. „Internetlexikon in deutsch/englisch:
www.after-the-shoah.org“
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Visualisierung der Scheunensynagoge Bechhofen

In der Pogromnacht von 1938 steckten die Nationalsozialisten die unter Denkmalschutz stehende Scheunensynagoge Bechhofen in Brand – ein einzigartiges Zeugnis des fränkischen Landjudentums wurde für immer vernichtet. Nahezu 70 Jahre nach der Zerstörung ist das jüdische Gotteshaus wieder hergestellt – als virtuelles Modell im Computer nachgebaut. „Visualisierung der Scheunensynagoge Bechhofen“ weiterlesen

Scheunensynagoge Bechhofen

Innenraum der Synagoge Bechhofen (Foto: Archiv Markt Bechhofen)
Innenraum der Synagoge Bechhofen (Foto: Archiv Markt Bechhofen)

„Bekanntlich zählt die Scheunensynagoge in Bechhofen als eine der wenigen aus dem 17. Jahrhundert zu den wertvollsten jüdischen Denkmälern in Bayern“, schrieb die Bayerische Israelitische Gemeindezeitung im April 1936. Das von außen nicht als Gotteshaus erkennbare Gebäude gehörte zu einer Gruppe „Scheunensynagoge Bechhofen“ weiterlesen

Bechhofen, Bethaus und Big Apple – Die Wiedergeburt einer fränkischen Synagoge

In der Pogromnacht von 1938 steckten die Nationalsozialisten die weltbekannte Bechhofer Scheunensynagoge in Brand. Ein einzigartiges Zeugnis des fränkischen Landjudentums wurde für immer vernichtet. Bereits im Oktober 1938 waren die letzten Juden aus Bechhofen vertrieben worden. Einige konnten sich z. B. nach New York City in die Emigration retten: darunter Senta Baum, Jerry und Gunther Bechhofer. Anhand ihrer Erinnerungen und einer Rekonstruktion der Synagoge ist es möglich, das jüdische Gotteshaus nach der Zerstörung wieder entstehen zu lassen – zumindest virtuell.
Die gesamte Visualisierung der Scheunensynagoge sehen Sie hier.

„Am Schabbes hat der Schoufet frei“ – Schopfloch eine Sprachinsel in Franken

In der fränkischen Ortschaft Schopfloch existierte seit dem 16. Jahrhundert eine große jüdische Gemeinde. Daran erinnert noch heute eine Geheim- und Handelssprache, die mit vielen Wörtern aus dem Hebräischen gespickt ist – das Lachoudische. Bis in die NS-Zeit war dieses Idiom auch die Sprache der fränkischen Viehhändler und wurde von vielen Bewohnern des Ortes gesprochen.

Der Kibbuz auf dem Streicher-Hof – Die letzten Landjuden in Franken

Im Herbst 1945 errichtete die amerikanische Militärregierung auf dem Landgut des ehemaligen NS-Gauleiters Julius Streicher ein Lager für Shoa-Überlebende. Rund drei Jahre wohnten und arbeiteten im Kibbuz Nili – wie die Bewohner ihr Zuhause nannten – bis zu 150 Juden, die sich hier auf ihre Zukunft in Israel vorbereiteten.